Vorplatz Basilika St. Kastor

Auf dem schönen Vorplatz zur Basilika befindet sich der Kastorbrunnen. Er wurde – was den Deutschen wie ein Schlag ins Gesicht vorgekommen sein muss – nach den napoleonischen Kriegen vom französischen Präfekten zu Ehren Napoleons errichten lassen. Er sollte ein Denkmal an den Russlandfeldzug der Franzosen sein. Zur Einweihung 1812 floss zunächst Wein aus dem Kastorbrunnen, anschließend sofort reines, sauberes Trinkwasser. Somit erfüllte der Brunnen einen guten Zweck, nämlich die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Die ursprünglichen Skulpturen für Rhein und Mosel wurden bereits fünf Jahre nach Brunneneinweihung wieder entfernt, weil sie sehr stark verschmutzt waren. Seitdem fehlen sie auf dem Brunnen. Wie auch die Basilika selbst, weist archäologischen Funden zufolge auch der Vorplatz eine lange Geschichte auf. Schon im 1. Jahrhundert soll dort eine alte Kultstätte gestanden haben, die der La-Tène-Zeit zugerechnet werden. Das ist die Kultur der germanischen Eisenzeit, bevor die Römer die Gebiete für das große Imperium erobert hatten.

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